Am Samstag, den 07. April 2018 fand im großen Hörsaal der Zahnklinik Würzburg die zweite ordentliche Mitgliederversammlung von Planet Action - Helfende Hände e.V. statt. Insgesamt haben sich 40 Mitglieder und Gäste aus ganz Deutschland  zusammengefunden. Der Tag war in zwei Blöcke eingeteilt. Zunächst fand der offizielle Teil mit Jahresbericht, Finanzbericht und Neuwahlen statt. Dabei wurde das aktuelle Vorstandsteam Nina Sickenberger, Anja Biehler, Dominik Biehler und Matthias Schmitt jeweils einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Als Kassenprüferin wurde Bettina Pranghofer neu gewählt. Nach dem offiziellen Teil versammelten sich alle Anwesenden zum Gruppenfoto. In der Mittagspause war Zeit zum Kennenlernen, gegenseitigem Austausch und einer leckeren Stärkung mit mitgebrachtem Fingerfood. Im offenen Teil der Versammlung gewährten die Teams der vergangenen Madagaskareinsätze (August 2017 und Februar 2018) sowie der Malawieinsätze (März 2017 und Januar 2018) in vier anschaulichen Bildervorträgen Einblicke in ihre spannende Arbeit im Einsatzland. 

Der Vorstand bedankt sich bei ALLEN, die gekommen sind, etwas mitgebracht haben, ihre Ideen eingebracht haben, zugehört haben ... und den Tag zu einem vollen Erfolg gemacht haben. Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit!

> Bilder von der MGV <

Der Bedarf an zahnmedizinischen Behandlungen in Madagaskar ist riesig. Unsere Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus, um die steigenden Anfragen nach unseren Teams zu decken. Deshalb sind wir besonders froh, dass sich wieder sechs Freiwillige gefunden haben, die vier Wochen in der Region Amoron'i Mania in der abgelegenen Gemeinde Andina ihr zahnärztliches Können in die Tat umsetzen.

Somit sind aktuell drei Teams in drei Ländern unterwegs - eine logistische und organisatorische Meisterleistung, auf die wir sehr stolz sind. Hier zeigt sich: Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern. 

Nachdem das Januar-Team bereits 150 kg Instrumentarium, Medikamente und Verbrauchsmaterialien ins St. Gabriel's Hospital nach Namitete verfrachtet und dort vier Wochen gearbeitet hatte, freuen wir uns sehr, dass die Arbeit nun fortgesetzt wird. Fünf motivierte Zahnmedizinstudierende und zwei Zahnärzte bieten für weitere vier Wochen zahnärztliche Behandlungen im Krankenhaus an. Da weit und breit kein anderer Zahnarzt vor Ort ist, nimmt die Bevölkerung das Angebot rege und dankbar an. Auch wir möchten uns an dieser Stelle bei dem Team für ihren Einsatz bedanken!

Nach einer aufregenden Vorbereitungszeit, ging es auch genauso aufregend im neuen Einsatzland Tansania, genauer auf der Insel Sansibar, weiter. Vor großen Herausforderungen stand und steht unser achtköpfiges Pionierteam. Als erstes Team zahnärztliche Hilfe in ein neues Land zu bringen, ist immer mit viel Ungewissheit und Unwägbarkeiten verbunden. Umso größer ist der Respekt vor der Leistung der Teilnehmer. Die erste Woche ist bereits gelaufen und zahlreiche Patienten konnten schon behandelt werden. Wir sind gespannt auf die Evaluation des Einsatzes und hoffen, dass die restliche Zeit noch ein voller Erfolg wird.

Der Süden von Madagaskar ist besonders abgelegen und dementsprechend ist die zahnärztliche Versorgungslage mangelhaft. Uns ist es daher ein besonderes Anliegen auch in diese entlegene Gebiete zahnärztliche Hilfe zu bringen. Dank der großartigen Unterstützung unserer Kontaktperson Maria Darmer vor Ort, konnten wir einen vierwöchigen Einsatz genau in diesem entlegenen Teil Madagaskars organisieren. Acht Mitglieder von Planet Action behandeln nun zwei Wochen in Berenty und anschließend zwei Wochen in Tsihombe. Wir bedanken uns ganz herzlich bei jedem einzelnen Teammitglied für ihr Engagement und ihre Zeit, die diesen Einsatz überhaupt erst möglich machen.

Das Jahr 2018 hat gerade erst begonnen und schon sind die ersten freiwilligen Zahnärzte/-innen und Zahnmedizinstudenten im Namen von Planet Action unterwegs. Nachdem der erste Einsatz in Malawi im März 2017 stattgefunden hatte, wurde im Nachgang der Einsatzort evaluiert und Vorbereitungen für die Zukunft getroffen. Nun freuen wir uns sehr, dass sich das zweite Team auf den Weg nach Malawi gemacht hat und weitere wertvolle Erfahrung für den Verein sammelt, sodass wir hoffentlich auch in Zukunft viele Teams nach Malawi senden können. Ersten Berichten des Teams zufolge konnten schon viele Patienten von ihren Zahnschmerzen befreit werden und es warten noch viele weitere Patienten auf eine Behandlung. Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an das sechsköpfige Team!

100 soziale Initiativen werden im Rahmen ihres startsocial-Stipendiums seit Anfang November 2017 von ehrenamtlichen startsocial-Coaches in ihrer Weiterentwicklung unterstützt. Am 12. Januar 2018 kamen alle durch startsocial geförderten Initiativen in der Berliner Kalkscheune für den diesjährigen startsocial-Stipendiatentag zusammen. Die Veranstaltung ist ein Highlight in jedem startsocial-Wettbewerbsdurchgang – sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen, sich auszutauschen, weiterzubilden und zu vernetzen. Zu den rund 250 Gästen gehörten auch die ehrenamtlichen Coaches der Initiativen, einige Juroren, zahlreiche startsocial-Alumni, Vertreter von Förderern und Partnerorganisationen sowie hochkarätige Referenten aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich. Sie erlebten einen impulsreichen Tag mit 13 verschiedenen Workshops, inspirierenden Vorträgen und intensiven Gesprächen.

Am Freitag, 10.11.2017 fand im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags in Frankfurt ein Treffen der zahnärztlichen Hilfsorganisationen statt. Dabei tauschten sich Vorstandsmitglieder über verschiedene Themen der Entwicklungszusammenarbeit aus und besprachen, wie in Zukunft eine bessere Vernetzung zwischen den Vereinen möglich sein könnte. Ein erster Schritt ist gemacht, wir hoffen zukünftig auf einen anregenden Austausch.

Am Samstag, 11.11.2017 hatten wir die Möglichkeit an einem Informationsstand unsere neue Infobroschüre auszulegen und Interessierte Zahnärzte für einen Hilfseinsatz zu begeistern.

Zum Auftakt unseres startsocial-Stipendiums nahmen unsere beiden Vorstandsmitglieder Anja und Dominik an der Kick-off-Veranstaltung in Stuttgart teil. Sie erhielten Hintergrundinformationen zu Inhalt und Ablauf des Stipendiums sowie der Zusammenarbeit mit unseren Coaches. Die Beratungsphase läuft bis Februar. Wir sind sehr gespannt und hoffen auf neue Impulse für unsere Vereinsarbeit.

Deutschlands größte Vereinsaktion ist zu Ende. 1.000 Vereine können sich über insgesamt 1 Millionen Euro von der ING-DiBa freuen und damit ihre Projekte vorantreiben und neue Ideen verwirklichen. Wir gehören auch zu den glücklichen Gewinnern, die sich über 1.000 Euro freuen dürfen. Am Ende konnten wir mit 706 Stimmen Rang 51 erreichen und möchten uns hiermit ganz herzlich bei allen bedanken, die für uns gevotet haben. Besonders der Endspurt war allererste Sahne!

Leider sind Pestausbrüche in Madagaskar keine Seltenheit, sondern kommen fast jährlich vor. In diesem Jahr ist die Situation besonders schlimm. Während in früheren Jahren lediglich entlegene Landesteile betroffen waren, sind 2017 auch größere Städte betroffen. Der Schulunterricht wurde vielerorts abgesagt und öffentliche Versammlungen sind mittlerweile verboten. Normalerweise handelt es sich um Infektionen der Beulenpost, welche mit gewöhnlichen Antibiotika geheilt werden können. In diesem Jahr tritt jedoch hauptsächlich die Lungenpest auf, die schneller und heftiger als die Beulenpest verläuft und in vielen Fällen innerhalb von 24 Stunden tödlich endet.

Die Nachrichten haben uns sehr betroffen gemacht, da die Pest eine „Krankheit der Armut“ ist und durch unhygienische Lebensverhältnisse mitverursacht wird, die wir in unserer westlichen zivilisierten Welt nicht mehr kennen. Es bestätigt uns leider darin, dass Madagaskar als eines der ärmsten Länder der Welt dringend Verbesserungen im Gesundheitswesen benötigt. Mit unseren Hilfseinsätzen wollen wir speziell in Bereich der Zahnmedizin eine Verbesserung der Situation herbeiführen.

Leider ist die Situation so, dass die Lungenpest durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Der enge Kontakt zu den Menschen bei den zahnmedizinischen Behandlungen birgt daher ein großes Ansteckungsrisiko. Nach Rücksprache mit unseren Kontaktpersonen vor Ort und in Deutschland ansässigen Tropenmedizinern hat sich das Einsatzteam in Absprache mit dem Vereinsvorstand schweren Herzens gegen die Durchführung des geplanten Einsatzes 11/2017 entschieden. Das Risiko sich zu infizieren ist in der aktuellen Situation einfach zu hoch.

Zitate von Tropenmedizinern:

„Da Sie als Zahnarzt Team mit offenen Mündern zu tun haben und damit die Ansteckungsgefahr bezüglich Lungenpest deutlich erhöht ist, würde ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt dringend davon abraten!“

„Es ist zu hoffen, dass in drei Monaten die Pest überwunden ist und sie dann ohne Probleme und Gefahren Ihre Arbeit wieder aufnehmen können.“

Wir hoffen, dass sich die Situation für die Bevölkerung bald verbessert und unsere Einsätze in 2018 wie geplant stattfinden können!