Im Juli organisierte Planet Action zusammen mit den Malteser Werken zum ersten Mal ein Aufklärungsprojekt für geflüchtete Personen. Auch in Deutschland leben zurzeit viele Menschen, die aus „Entwicklungsländern“ kommen und lange keinen Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung hatten. Was wäre für uns also naheliegender, als sich auch mit diesem Thema auseinander zu setzen? Wie nicht anders zu erwarten, ist der Bedarf an zahnmedizinischer Versorgung in deutschen Flüchtlingsunterkünften riesig. Zu Beginn eines Aufenthalts steht Asylsuchenden lediglich eine Schmerzbehandlung beim Zahnarzt zu, doch gerade vorsorgende und konservierende Maßnahmen helfen dabei, unseren Mund gesund zu halten. Deshalb haben die beiden jungen Zahnärztinnen Susanna Schmitt und Miriam Markfort in drei Tagen insgesamt fünf Flüchtlingseinrichtungen in NRW besucht. In Borgentreich, Hamm, Wickede, Viersen und Rheinberg hielten sie Vorträge über richtige Mundhygiene und eine gesunde Lebensweise und übten mit Kindern das Zähneputzen. Die Resonanz war durchweg positiv und vor allem die Kleinen waren mit großem Eifer bei der Sache. In den Kindergärten einiger Einrichtungen wurde das Projekt schon Tage zuvor eingeleitet und die beiden Zahnärztinnen wurden mit selbstgebastelten Zähnen und großen Erwartungen empfangen. Andererseits wussten viele Erwachsene erschreckend wenig über die Entstehung von Mundkrankheiten und deren Vorbeugung. Trotz der Sprachbarrieren konnte viel Wissen vermittelt und das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Mundhygiene geschärft werden. Das Thema ‚Mundhygiene‘ wurde im Anschluss der Aktion im Deutschunterricht einiger Einrichtungen aufgegriffen und vertieft.

Mitmachen

Wir hoffen auf weitere Freiwillige, die das Projekt auch an anderen Standorten fortführen, um so einen Beitrag zur Lebensqualität und Integration unserer Mitmenschen zu leisten. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Miriam Markfort per E-Mail an fluechtlingshilfe [at] planet-action.de

Bilder vom Mundgesundheits-Projekt